Anthropogene Störwirkung - Bewertung
Das Ergebnis der Bewertung kann als zerschneidungs- und nutzungsbedingte, anthropogene Störwirkung interpretiert werden.
Die Karte gibt die anthropogene Störwirkung auf einer Skala von sehr hoch bis sehr gering an. Als Zerschneidungsgeometrie liegt das Hauptverkehrsnetz zugrunde (Zeitschnitt 2000). Gebiete sehr hoher anthropogener Störwirkungen decken sich mit den Verdichtungsräumen Chemnitz-Zwickau, Leipzig und Dresden und den ländlichen Räumen mit Verdichtungsansätzen (Oberlausitzer Gefilde und Bergland sowie Teile der östlichen Oberlausitz). Die hohe Verkehrsdichte, die starke Zerschnittenheit der Landschaft und der hohe Grad des menschlichen Einflusses (Landnutzung allgemein) in diesen Regionen, führen zu hohen Belastungen (z.B. Verlärmung). Ausgedehnte störungsarme, naturnahe Landschaftsbereiche sind in den Kammregionen und auf der Südabdachung des Erzgebirges zu finden. Die geringe Verkehrsdichte und die damit einhergehende geringe Landschaftszerschneidung bewirken die niedrige Belastung. Auf sächsischem Territorium bilden die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die Muskauer Heide sowie das Oberlausitzer Bergbaurevier das größte zusammenhängende Gebiet mit überwiegend geringen bzw. sehr geringen Störwirkungen. Ausnahmen bilden die, durch den Bergbau genutzten Bereiche. Diese weisen aufgrund ihrer intensiven Nutzung, trotz geringer Verkehrsdichte und der Lage innerhalb großer UZF, eine mittlere Störwirkung auf. Die Schummerung in der Karte repräsentiert die bereits in die Bewertung eingegangene Barrieredichte. Sie soll die Bereiche mit hoher Dichte an Zerschneidungselementen (Barrieren) kennzeichnen und die damit verbundene Barrierewirkung dieser Gebiete verdeutlichen.